Erstmals in ihrer Geschichte gestaltete die Jugendkantorei die Nacht der offenen Kirchen musikalisch mit. Dieses traditionelle ökumenische Projekt versteht sich eigentlich als Wandel-Veranstaltung benachbarter Kirchen (wie St. Peter und Paul, St. Joseph Südstadt und Christuskirche); es zeigte sich jedoch, dass die jeweils erste Kirche für die Besucher dann auch ein Ort für den ganzen Abend blieb. So konnte sich die Jugendkantorei mit ihren 4 Programmabschnitten (Chorkonzert, Solistenkonzert, Orgelkonzert Lukas Goldmann, Harmonium-Konzert Karl-Georg Brumm) über ein kleines, aber begeistertes Publikum freuen.
Eine Woche später zeigte sich die Jugendkantorei glänzend aufgelegt beim Reformationsgottesdienst und unterstützte die Kantorei nicht nur in der Bachkantate „Gott, der Herr, ist Sonn und Schild“, sondern trug mit eigenen Sätzen („Hier stehe ich, ich kann nicht anders“) sowie den Solo-Arien in der Kantate zum Gelingen bei.
Der Höhepunkt war jedoch unbestritten das traditionelle Adventskonzert, am 4. Adventssonntag innerhalb der Veranstaltungsreihe des Vereins „Grevenbroich handelt“. In den klassischen Teilen unterstützte das Orchester der Jugendkantorei mit einer hervorragenden Begleitung in der Adventskantate „Machet die Tore weit“ von Georg Philipp Telemann und in der Weihnachtskantate „Ihr lieben Hirten, fürchtet euch nicht“ von Andreas Hammerschmidt. Auch die weitere stilistische Vielfalt der modernen Weihnachtslieder aus Deutschland, England und Amerika überzeugte auf ganzer Linie.
Dies war schon tags zuvor der Fall, als der Chor nach der Generalprobe zum Weihnachtsmarkt wechselte und dort mit großen Teilen des Programms großen Anklang fand.
Auch die Jugendkantorei setzt ihre Chortätigkeit mit der Erarbeitung der Matthäuspassion des Hamburger Michel-Musikdirektors Telemann aus dem Jahr 1746 fort, die am 22. März beim traditionellen Passionskonzert in der Christuskirche dargeboten wird.
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